Eine Oase mitten im Traumanta-Gebirge: Die Jardins de Alfàbia

Für Naturliebhaber hält die Mittelmeer-Insel Mallorca einiges bereit. Naturbelassene Landschaften, die mancherorts in Naturparks geschützt werden, und eine artenreiche Tierwelt ziehen jedes Jahr Menschen an, die genau deshalb auf Mallorca Urlaub machen. Mit der Gartenanlage Jardings de Alfàbia im Westen Mallorcas wurde ebenfalls ein Refugium für Pflanzen geschaffen, das heute ein beliebtes Ausflugsziel ist. Der Garten soll bereits von den Arabern angelegt worden sein, die für ihre kunstvolle Gartengestaltung berühmt waren. Sowohl einheimische, als auch tropische Pflanzen bilden eine Oase, die mit Skulpturen, Säulen und Wasserspielen ausgeschmückt ist. Der hohe Grundwasserspiegel hat einen ganzjährig grünen Garten zur Folge.

Zwischen den Platanen und Palmen gibt eine romantische Allee den Blick plötzlich frei auf ein prächtiges Herrenhaus. Die Ursprünge des Anwesens sollen bereits im 11./12. Jahrhundert liegen – über die Jahrhunderte wurden gotische, arabische und barocke Elemente hinzugefügt. Man sollte sich unbedingt einer Führung durch das Anwesen anschließen, denn es gibt so viel Interessantes über die Herkunft der Möbel, Gemälde und sonstigen Ausstattungsstücke zu erzählen – geht man alleine, bleiben die Möbel vielleicht nur Möbel. Die 6,50 Euro sind auf jeden Fall gut investiert.

Natur erforschen und schützen im Jardí Botànic de Sollér

Nicht weit von der Gartenanlage Jardins de Alfàbia, ebenfalls im Westen Mallorcas, liegt ein weiteres beliebtes Ausflugsziel. Der botanische Garten Jardí Botànic de Sollér hat es sich zur Aufgabe gemacht, die mediterrane Pflanzenwelt zu erforschen, zu bewahren und die gewonnen Informationen Interessierten zugänglich zu machen. Vor allem Kinder sollen durch spannende Workshops spielerisch sensibilisiert werden, um auch in Zukunft die einzigartige mallorquinische Flora und Fauna schützen zu können.

Für 5 Euro gibt es täglich Themenführungen, zum Beispiel im Kräutergarten, im Obstgarten, im Wintergarten oder in der Saatbank, wo auch seltene, wilde Arten erforscht und gezüchtet werden. Für eine kleine Erfrischung zwischendurch gibt es ein lauschiges Café. Wer sich noch mehr über die Pflanzenwelt informieren möchte, hat die Möglichkeit sich Bücher mit verschiedenen wissenschaftlichen Berichten zu kaufen – die meisten davon sind allerdings in Spanisch geschrieben.

Achtung: Der Jardí Botànic de Sollér hat Sonn- und Feiertags geschlossen.